Backenbart: So kreierst du den coolen Mutton-Chops-Style

Seien wir mal ehrlich: Von allen X-Men ist Wolverine mit Abstand der coolste. Und das liegt nicht allein an seinen ausfahrbaren Krallen – sondern auch an seinem Backenbart! Der extravagante Bart ist ein echtes Style-Statement und damit sicher nichts für jeden. Wer sich aber traut und ein bisschen Pflege in die Gesichtszierde investiert, wird mit einem unverwechselbaren Look belohnt. Lies hier, wie du dir einen Backenbart richtig rasierst und was es sonst noch zu beachten gilt.

Was ist ein Backenbart – und wem steht er?

Etwas blasphemisch ausgedrückt kannst du dir einen Backenbart als überdimensionale Koteletten vorstellen. Wie bei ihnen geht das Haupthaar auch bei diesem sehr markanten Bartstyle möglichst nahtlos in die Gesichtsbehaarung über. Anders als bei Koteletten zieht sich der Backenbart allerdings an der gesamten seitlichen Kieferpartie entlang bis hinunter auf Höhe der Mundwinkel. Der Haarstreifen wird dabei zunehmend breiter. Das Kinn selbst bleibt dann wieder haarfrei. Im englischen Sprachraum kennt man den Backenbart als Mutton Chops.

Classic Mutton Chops vs. friendly Mutton Chops: Was ist der Unterschied?

Friendly Mutton Chops bestehen aus einem Backenbart mit Schnauzer, wobei beide Bartelemente ineinander übergehen. Denk an Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister, dann weißt du, wovon wir sprechen. Classic Mutton Chops kommen hingegen ohne Schnurrbart aus und enden sauber im Bereich der Mundwinkel.

So sieht ein kaiserlicher Backenbart aus

Genau genommen handelt es sich beim kaiserlichen Backenbart nicht um eine einzelne Bartfrisur. Stattdessen verbirgt sich hinter diesem Begriff eine ganze Bartfamilie. Laut der „World Beard and Moustache Association“ (WBMA) gehört der kaiserliche Backenbart zur Gruppe der „Teilbärte“, kommt aber zusätzlich selbst mit vielen Variationsmöglichkeiten daher.

Allen gemeinsam ist, dass sie einen Backen- und Schnurrbart vereinen, die auf die ein oder andere Art ineinander übergehen. Das Kinn bleibt in jedem Fall frei. Klingt für dich einfach nach friendly Mutton Chops? Jein. Denn ein kaiserlicher Backenbart kann auch mit einem deutlich ausladenderem Schnäuzer gestylt werden. Oder aber an den Wangen extravagante Ausläufer bilden. Oder keine Verbindung zu deiner Kopfbehaarung haben.

Für wen eignet sich ein Backenbart?

Der Backenbart steht den meisten Männern, besonders gut macht er sich aber in ovalen und eher rundlichen Gesichtern. Viel wichtiger als deine Gesichtsform ist allerdings die Intensität deines Bartwuchses. Damit der Mutton-Chops-Bart gut aussieht, braucht es einen möglichst dichten Bartwuchs – und der ist im Wangenbereich leider nicht immer gegeben.

Neigst auch du in diesem Bereich zu Löchern im Bart, musst du den Traum vom Mutton Chops aber trotzdem nicht abhaken! Lass deinen Backenbart einfach etwas länger wachsen. Dann kannst du kleinere Ungleichmäßigkeiten ganz leicht mit den vorhandenen Haaren kaschieren. Sitzen die kahlen Stellen eher weiter oben im Wangenbereich, kannst du deine Mutton Chops außerdem auch mit einem etwas schmaleren Backenbart rasieren.

Lediglich einen eher kurz getrimmten Backenbart würden wir dir bei lückenhaftem Bartwuchs nicht empfehlen, denn hier treten Löcher deutlich zutage. Bedenke auch, dass ein Backenbart dein Kinn automatisch besonders betont. Bist du mit diesem Bereich deines Gesichts eher weniger glücklich, solltest du deshalb lieber einen anderen Bartstyle wählen.

Backenbart wachsen lassen: So gehst du vor

Möchtest du dir einen Backenbart wachsen lassen, führt der Weg – wie bei so vielen Bartfrisuren – zunächst über den Vollbart. Das mag im ersten Moment übertrieben klingen, doch vertrau uns: Es ist deutlich einfacher, deine Gesichtsbehaarung zuerst im Ganzen wachsen zu lassen und dann in einem Zug zurechtzustutzen. Den Bart schon während der Wachstumsphase kontinuierlich in Form zu trimmen, ist sehr viel aufwendiger.

Wie lange du deinen Bart wachsen lassen musst, hängt auch davon ab, wie du dir deinen Backenbart am Ende vorstellst: eher perfekt kurzgetrimmt oder lieber etwas wilder à la Wolverine? Auch dein individuelles Haarwachstum spielt hier eine Rolle. Mit einer Wachstumsphase von etwa vier Wochen solltest du aber in jedem Fall rechnen.

Dein Backenbart wächst nicht oder nur ungleichmäßig? Gerade im Wangenbereich haben viele Männer mehr oder weniger große Löcher und Lücken im Bart. Das kann genetisch bedingt sein und auch das Alter und der allgemeine Lebensstil können deinen Bartwuchs beeinflussen. An deinen Genen kannst du leider nichts ändern und auch die biologische Uhr lässt sich nicht verstellen. Sind Stress oder eine unausgewogene Ernährung die Ursache des Übels, kannst du dagegen einiges tun, um deinen Bartwuchs wieder anzukurbeln. Ganz wichtig: ausreichend Schlaf und eine gesunde, vielseitige Ernährung. Ein Besuch beim Dermatologen schadet ebenfalls nicht, denn der Hautarzt hat meist ziemlich gute Tipps parat.

Für gekonnte Mutton Chops: So rasierst du den Backenbart richtig

Dein Vollbart ist ausreichend lang und du möchtest nun endlich mit dem Styling deines Backenbarts beginnen? Dann besorge dir einen guten Nassrasierer, einen Trimmer und eine Bartschere und schon kann es losgehen:

  • Schritt 1: Bestimme die Kontur deines zukünftigen Backenbartes. Dafür stutzt du zunächst mit dem Trimmer alle Haare, die nicht zu deinen Mutton Chops gehören sollen. Du kannst die Kontur relativ hoch bei den Wangenknochen ansetzen, aber auch deutlich niedriger verlaufen lassen. Wichtig ist nur, dass die grundsätzliche Form stimmt: oben schmal und zu den Mundwinkeln hin breiter werdend.
  • Schritt 2: Mit dem Nassrasierer rasierst du nun den Bart im Wangenbereich, am Kinn und am Hals sauber aus. Hast du dich für einen klassischen Mutton-Chops-Bart entschieden, muss auch das Haar auf der Oberlippe weichen.
  • Schritt 3: Trimme die verbliebenen Barthaare in Form, entweder mit dem Trimmer oder einer Bartschere. Möchtest du deinen Backenbart eher wild à la Wolverine tragen, kannst du dir diesen Schritt aber auch sparen.

Damit deine Mutton Chops immer gepflegt aussehen, solltest du den Bart alle paar Tage trimmen. Das gilt vor allem dann, wenn du die Gesichtszierde eher kurz trägst. Bei längeren Bärten ist der tägliche Griff zum Bartkamm oder der Bartbürste Pflicht, um störrische Haare am Morgen wieder zu bändigen. Ansonsten empfehlen wir dir zweimal die Woche eine gründliche Wäsche mit mildem Bartshampoo. Hin und wieder darf es außerdem ein Schuss Bartöl sein. Das sorgt für einen glänzenden und gut riechenden Backenbart.

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