Bartöl selber machen: Mit diesen Tipps gelingt es dir

Bartöl gibt es in schier unzähligen Variationen. Um das für dich passende Pflegeöl zu finden, ist deshalb Ausprobieren angesagt. Oder du versuchst, dein Bartöl selber zu machen! Mit dem richtigen Rezept und ein paar Utensilien ist das gar nicht so schwierig. Tipps und eine Anleitung bekommst du von uns.

Diese Inhaltsstoffe brauchst du für dein Bartöl

Egal, welches Bartöl du dir im Laden anschaust – alle haben eines gemeinsam: Sie bestehen lediglich aus zwei Hauptkomponenten, den sogenannten Trägerölen und den ätherischen Ölen. Zusammen sind sie für die pflegenden Eigenschaften und den Geruch eines Bartöls verantwortlich.

Trägeröle werden auch als Basisöle bezeichnet, denn sie bilden – Überraschung! – die Basis des Pflegeöls. Sie stellen den größten Anteil der Rezeptur und wirken zum Beispiel rückfettend, schützend oder regenerierend auf deine Haut.

Ätherische Öle wiederum wirken je nach Sorte antibakteriell oder entzündungshemmend. Ihre Hauptaufgabe ist jedoch, einen angenehmen Duft beizusteuern. Wichtig: Mische auf jeden Fall nur sehr wenig ätherisches Öl in dein Bartöl! Die Öle sind hoch konzentriert und können in zu hoher Dosierung allergische Reaktionen und Hautirritationen verursachen.

Mögliche Trägeröle für dein Bartöl

Bei den Trägerölen hast du die Wahl: Du kannst dein Bartöl mit einem einzigen Basisöl anmischen, aber auch zwei oder sogar drei Öle kombinieren. Hier eine kleine Auswahl möglicher Kandidaten:

  • Aprikosenöl
  • Arganöl
  • Hanföl
  • Jojobaöl
  • Kokosöl
  • Mandelöl
  • Nachtkerzenöl
  • Olivenöl
  • Ringelblumenöl
  • Traubenkernöl

Profi-Tipp: Damit sich dein Bartöl möglichst gut verteilen lässt, kannst du das Rezept mit ein wenig Squalan ergänzen. Das Öl ist ein natürlicher Bestandteil vieler gesunder Pflanzenöle und für alle Hauttypen geeignet. In seiner Reinform ist Squalan leicht aufzutragen und zieht problemlos in die Haut ein. Dadurch trägt das Öl dazu bei, dass die anderen enthaltenen Wirkstoffe tief in die Haut eindringen können. Kein Wunder, dass Squalan ein beliebter Bestandteil von Naturkosmetik ist!

Mögliche ätherische Öle für dein Bartöl

Der Geruch deines Bartöls wirkt nicht nur auf die holde Damenwelt, er beeinflusst auch dich selbst. Je nachdem, welches ätherische Öl du für dein Rezept verwendest, wird das Ergebnis zum Beispiel erfrischend und anregend oder eher entspannend ausfallen. Probiere es am besten einfach aus. Insgesamt stehen dir ungefähr 120 verschiedene Düfte zur Wahl. Wir haben mal einige der beliebtesten für dich aufgelistet:

  • Eukalyptus
  • Kamille
  • Lavendel
  • Minze
  • Nelke
  • Orange
  • Rosenholz
  • Teebaum
  • Vanille
  • Zeder

Diese Utensilien brauchst du, um selber Bartöl herzustellen

Um Bartöl selber herstellen zu können, brauchst du nicht viel. Die folgenden Utensilien gehören in dein „Versuchslabor“:

  • eine Pipettenflasche mit einem Volumen von 30 ml (möglichst dunkles Glas)
  • ein kleiner Trichter aus Glas oder Edelstahl
  • eventuell eine kleine Spritze (ohne Nadel!), um die Öle aufzusaugen und zu dosieren
  • eventuell ein kleiner Messzylinder (aus Glas) oder ein Becherglas mit einer genauen Skala

Bartöl selber machen: Tipps für dein Rezept

Wenn es um das Rezept für dein persönliches Bartöl geht, ist Experimentieren angesagt. Bis du die perfekte Zusammensetzung für die Bedürfnisse deiner Haut und Nase gefunden hast, ist trial and error die beste Methode. Spicken ist natürlich trotzdem erlaubt: Wirf einfach mal einen Blick auf die Etiketten einiger handelsüblicher Bartöle, deren Geruch dir zum Beispiel schon ganz gut gefällt. So erhältst du eine erste Idee, welche Inhaltsstoffe du für dein Bartöl in die engere Auswahl nehmen willst.

Probierst du Zutaten aus, mit denen du vorher noch keine Berührung hattest? Dann teste am besten zuerst, ob du allergisch auf sie reagierst. Dafür genügt schon ein kleiner Tropfen des Öls, den du an einer unauffälligen Stelle auf die Haut gibst. Haben sich nach etwa 30 Minuten keine Rötungen oder Pusteln gebildet, solltest du auf der sicheren Seite sein.

  • Schritt 1: Mische zuerst die Trägeröle zusammen. Das Mischverhältnis hängt unter anderem davon ab, wie viele Trägeröle du verwenden willst. Bei zwei Basisölen mischst du die Öle zum Beispiel im Verhältnis 50/50 oder 25/75. Für eine Gesamtmenge von 30 ml gibst du also beispielsweise 7,5 ml Jojobaöl und 22,5 ml Mandelöl in dein Fläschchen.
  • Schritt 2: Füge die ätherischen Öle hinzu. Gehe dabei lieber sparsam vor! Auf 30 ml Basisöl kommen maximal acht bis zehn Tropfen der hoch konzentrierten Duftbringer. Und zwar insgesamt, nicht pro Sorte. Eine Möglichkeit wäre also etwa, drei Tropfen Orangenöl, zwei Tropfen Teebaumöl, ein Tropfen Vanilleöl, ein Tropfen Eukalyptusöl und ein Tropfen Rosenholzöl in dein selbst gemischtes Bartöl zu geben. Probiere einfach ein wenig herum, bis das Ergebnis deiner Nase zusagt.
  • Schritt 3: Schraube das Fläschchen zu und schüttele es, bis sich Trägeröl und ätherische Öle gut vermischt haben. Fertig!

Nach dem Mischen solltest du dein Bartöl kühl und möglichst dunkel lagern, so hält es länger. Wie lang die Haltbarkeit deines Bartöls am Ende tatsächlich ausfällt, hängt von den Inhaltsstoffen ab. Grob kannst du aber von etwa sechs Monaten ausgehen.

Bartöl-Ersatz: Welche Ausweichmöglichkeiten hast du?

Obwohl die (selbst gemischten) Pflegeöle für deine Gesichtszierde eine absolute Wohltat sind, ist die Frage vollkommen berechtigt: Gibt es eine gute Alternative zu Bartöl? Die Antwort lautet: sogar mehrere!

Unser persönlicher Favorit unter den möglichen Alternativen ist Bartbalsam aka Beard Balm. Er pflegt Bart und Haut ähnlich gut wie Bartöl, ist aber deutlich fester in der Konsistenz. Und das hat zwei Vorteile: Zum einen besteht quasi kein Kleckerrisiko, zum anderen verleiht der Balm deinem Bart gleichzeitig etwas Halt. So bleibt der Bart-Style den ganzen Tag in Form.

Eine weitere gute Alternative ist Bartcreme. Das gilt vor allem dann, wenn der Styling-Aspekt für dich bei deinem Pflegeprodukt nicht im Vordergrund steht. Bartcreme enthält ähnlich wie Bartöl jede Menge pflegende Inhaltsstoffe, die deine Haut und Barthaare verwöhnen. Durch die cremige Konsistenz tropft Bartcreme allerdings nicht und zieht schnell ein.

Leben kleine Kinder oder Babys bei dir im Haus? Dann müssen sich deine Rasierutensilien das Bad ziemlich sicher mit diversen Baby-Pflegeartikeln teilen. Gut für dich! Denn geht dir mal deine eigene Bartpflege aus, kannst du problemlos parfümfreies Babyöl als Bartöl-Ersatz verwenden.

Möchtest du deinem Bart eine Extraportion Pflege gönnen, kann auch eine Kur mit Kokosnussöl eine gute Idee sein. Das ist allerdings nichts für ein schnelles Wellnessprogramm. Das Öl will dick aufgetragen und einmassiert werden. Für einen möglichst guten Effekt, solltest du es dann 30 Minuten einwirken lassen.

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